Sonntag, 1. August 2010

[Rezension] Biss zum ersten Sonnenstrahl von Stephenie Meyer

Titel Biss zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
Originaltitel The Short Second Life of Bree Tanner - An Eclipse Novella
Autor Stephenie Meyer
Erscheinungsjahr 2010
Genre Fantasy
Seiten 208
Preis 15,90 €
ISBN 978-3-551-58200-3
Verlag Carlsen




Das Buch
Bree Tanner ist eine neu erschaffene Vampirin, stark und immer durstig. Sie lebt in Seattle zusammen mit einer Gruppe von etwa 20 weiteren jungen Vampiren in einem Haus. Ihr Anführer ist der Älteste von ihnen, der etwa vor einem Jahr verwandelte Vampir Riley. Regelmäßig werden einige der Vampire von anderen vernichtet, hin und wieder bringt Riley "Nachschub". Bree hält sich im Hintergrund und bleibt bei Fred, der ein ganz besonderes Talent hat, um nicht aufzufallen.

Jede Nacht darf eine Gruppe das Haus verlassen, um zu jagen, während Riley die Nächte bei ihr verbringt, der Schöpferin der Jungvampire. In einer dieser Nächte lernt Bree Diego näher kennen, scheinbar Rileys engster Vertrauter und nur wenig jünger als dieser. Als sie sich nach der gemeinsamen Jagd zurück zum Haus begeben, stellen sie fest, dass das Haus - mal wieder - abgebrannt ist, aber die Morgendämmerung bricht schon an. Da Riley ihnen monatelang eingeschärft hat, dass sie in der Sonne verbrennen, sieht Bree sich in großer Gefahr und sie können den anderen nicht folgen. Doch Diego kennt eine Unterwasserhöhle, in der sie sich verstecken. Hierbei entdecken sie, dass die Sonne ihnen nichts anhaben kann sondern sie nur glitzern lässt. Weiss Riley das wirklich nicht? Oder hat er sie belogen? Warum sollte er? 

Anstatt zu fliehen, beschliessen sie, der Sache auf den Grund zu gehen. In der nächsten Nacht folgen sie Riley, als er zu ihr geht und belauschen ein Gespräch, das nur weitere Fragen auswirft. Während Bree zum Haus zurück geht, möchte Diego mit Riley sprechen, um herauszufinden, ob er sie belügt und was er vor hat. Doch Riley kehrt allein zurück...

Das Buch ist ein Spin-Off zur Biss-Serie. Wer Biss zum Abendrot gelesen hat, weiss, dass die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Sie beginnt etwa 4 Tage vor dem Kampf der Cullens gegen Victorias Neugeborenen-Armee. In diesen Tagen stellt Bree fest, dass gar nichts so zu sein scheint wie sie angenommen hat. Doch durch ihre Liebe zu Diego und ihre Hoffnung, ihn wieder zu sehen, ist sie an die Gruppe gebunden.

Stephenie Meyer gelingt es in diesem Buch nicht, den Leser in so großem Maße an ihre Hauptfigur zu binden, wie es in den bisherigen Biss-Büchern und auch in Seelen der Fall war. Zwar lässt sich das Buch schnell und einfach lesen, und der Leser fiebert auch mit, wie es wohl weiter gehen mag, aber man leidet nicht wirklich mit Bree mit. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass das Ende vorherbestimmt ist, ein wichtiger Punkt ist jedoch auch, dass die gerade mal 200 Seiten des Buchs (die darüber hinaus in verhältnismäßig großer Schrift gesetzt sind) nicht ausreichen, die Charaktere richtig zu zeichnen. Am Ende bleibt das Gefühl, Bree nicht wirklich zu kennen, obwohl sie es durchaus wert gewesen wäre, kennen gelernt zu werden.

Und doch ist das Buch für jeden Biss-Fan empfehlenswert, da der Leser einige Hintergrund-Informationen zum 3. und 4. Band erhält, vor allem zum Thema Volturi. Denn diese spielen in der Geschichte eine größere Rolle, als man vielleicht denken mag...

Die Autorin
Stephenie Meyer wurde 1973 in Hartford, Connecticut, geboren. Mit der Twilight-/Biss-Reihe, ihren ersten Romanen, erlangte sie internationale Berühmtheit. Für den ersten Band, Biss zum Morgengrauen, erhielt sie mehrere Auszeichnungen.

Meine Bewertung

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